5 berühmte Instrumente des Nahen Ostens
Die Musik des Nahen Ostens ist keine einzelne Tradition. Türkische, arabische, persische, aserbaidschanische, griechische und benachbarte Musikkulturen unterscheiden sich in Tonsystem, Rhythmus und Spielpraxis. Einige Instrumente haben regionale Grenzen dennoch überschritten und gehören sowohl zur Kunstmusik als auch zu verschiedenen Volksmusiktraditionen. Dieser Artikel stellt Oud, Qanun, Ney, Dayereh und Bouzouki vor.
Die fünf Instrumente stammen nicht aus derselben Familie. Oud und Bouzouki sind gezupfte Lauten, das Qanun ist eine horizontal gespielte Zither, die Ney eine endgeblasene Rohrflöte und die Dayereh eine Rahmentrommel. Gerade ihre unterschiedlichen Arten der Klangerzeugung ergänzen sich im Ensemble.
Oud

Die Oud ist eine bundlose Kurzhalslaute mit einem breiten, birnenförmigen Korpus. Die gewölbte Schale wird aus schmalen Holzspänen zusammengesetzt. Moderne Instrumente besitzen häufig fünf Doppelsaiten und eine einzelne Basssaite; Saitenzahl und Stimmung unterscheiden sich jedoch zwischen türkischen und arabischen Bauformen sowie einzelnen Werkstätten.
Die Saiten bestehen aus Nylon, Fluorcarbon oder metallumsponnenem Kunststoff. Der Wirbelkasten ist deutlich vom Hals abgewinkelt. Gespielt wird mit einem langen Plektrum, das früher unter anderem aus Adlerfederkielen gefertigt wurde und heute meist aus flexiblem Kunststoff besteht.
Für Ansprache und Klang ist die Decke besonders wichtig. Gut getrocknete Fichte oder Zeder sind verbreitet. Eine zu dicke Decke reagiert träge, eine übermäßig dünne kann an Stabilität verlieren. Eine gute Oud muss nicht einfach laut sein: Gleichmäßige Reaktion, saubere Intonation und zuverlässige Stimmhaltung zählen ebenso.
Qanun

Das Qanun ist eine Zither mit trapezförmigem Korpus, die waagerecht liegt. Die Saiten verlaufen meist in Dreierchören. Zahl der Chöre und Tonumfang hängen vom Modell ab; die pauschale Angabe von „25 Bünden“ ist daher nicht korrekt.
Der Musiker zupft die Saiten mit Plektren in Ringen an den Zeigefingern. Unter dem Steg liegt ein mit Haut bespannter Bereich, der Schwingungen überträgt. Beim türkischen Kanun verändern Mandal-Hebel die wirksame Saitenlänge und ermöglichen die feinen Tonstufen der Makam-Musik. Arabische Qanun-Instrumente verwenden verwandte Systeme, doch Maße, Stimmung und Anordnung unterscheiden sich. Präzise Mandale, sauber arbeitende Wirbel und eine plane Decke sind wichtige Qualitätsmerkmale.
Ney

Die Ney ist eine endgeblasene Flöte aus Schilfrohr. Die türkische Ney hat sechs Grifflöcher vorn, eines hinten und gewöhnlich ein Başpare-Mundstück. Arabische Ney-Flöten werden meist ohne Başpare gespielt. Längere Instrumente klingen tiefer, kürzere höher.
Der Ton entsteht durch einen schmalen Luftstrom an der oberen Kante. Tiefe Register benötigen nicht bloß kräftigen Atem; Lippenstellung, Luftgeschwindigkeit und Druck müssen zusammenpassen. Zu starkes Blasen macht den Klang hart und verschiebt die Intonation. Beim Kauf sollte man geraden Wuchs, gleichmäßige Knoten, sauber gebohrte Löcher und den Sitz des Mundstücks prüfen.
Dayereh

Dayereh oder Daire bezeichnet eine Rahmentrommel, die besonders in Iran, Aserbaidschan, Zentralasien und angrenzenden Regionen gespielt wird. Über eine Seite des Holzrahmens ist Tierhaut oder eine synthetische Membran gespannt. Metallringe oder kleine Schellen im Rahmen ergänzen die Handschläge um ein helles Rauschen.
Durchmesser, Rahmentiefe, Fellspannung und Ringanordnung beeinflussen Bass, Ansprache und Brillanz. Die Dayereh wird nicht beliebig geschlagen; kontrollierte Finger-, Handflächen- und Schüttelbewegungen erzeugen die Rhythmusmuster.
Bouzouki

Die Bouzouki ist eine langhalsige Zupflaute aus Griechenland und eng mit dem Rebetiko verbunden. Ihr gewölbter Korpus besteht aus Holzspänen; Metallsaiten und feste Bünde sorgen für einen hellen Ton mit klarer Attacke. Sie ist keine unausgewogene Mischung aus Gitarre und Bağlama, sondern ein eigenständiges Instrument.
Die Trichordo-Bouzouki hat drei Doppelsaiten, die Tetrachordo vier. Die irische Bouzouki besitzt häufig einen flachen Boden, andere Mensuren und andere Stimmungen. Perlmuttverzierungen gehören zur Optik; für den Klang sind Decke, Korpus, Halswinkel, Bundarbeit und Saitenlage wichtiger.
Die fünf Instrumente im Vergleich
- Oud: bundlose Kurzhalslaute mit warmem Klang.
- Qanun: vielsaitige Zither mit hellem Ton und großem Umfang.
- Ney: Rohrflöte, die fein auf Atem und Lippenwinkel reagiert.
- Dayereh: Rahmentrommel mit Fell und Metallringen.
- Bouzouki: langhalsige Laute mit festen Bünden und deutlicher Attacke.
Fazit
Beim Kauf zählt mehr als das Aussehen. Bei Oud und Bouzouki sind Halswinkel und Saitenlage wichtig, beim Qanun Mandale und Wirbel, bei der Ney Rohr und Bohrungen, bei der Dayereh Rahmen und Fellspannung. Ein Fachhändler kann Maße, Stimmung und Pflege erläutern und das Risiko einer ungeeigneten Wahl senken.

Hello Judi,
It sounds like the instrument you saw is a Hurdy-Gurdy, a unique and rare instrument that is often associated with European music but can also be found in Middle Eastern music. The Hurdy-Gurdy is played using a series of buttons and a rotating wheel that produces sound by rubbing against the strings, much like how you described.
Here are some key features of the Hurdy-Gurdy:
A body similar to an Oud
A short neck
Strings played by turning a wheel
Buttons that control the tones and notes
The sound of the Hurdy-Gurdy is indeed beautiful and haunting, making it a fascinating instrument to learn and play. If you are interested in purchasing and learning this instrument, we can provide you with high-quality Hurdy-Gurdies and educational materials on how to play it. At Sala Muzik, we pride ourselves on offering the best traditional musical instruments.
Please let us know if you would like more information or if you are interested in making a purchase.
Thank you,
The Sala Muzik Team
I recently saw a young man playing middle eastern instrument on something I’d never seen before and would Like to know if you could help. The body looked a bit like an Oud with a very short neck. It sat on the lap and a series of oblong buttons that Controlled the tones / notes when pressed. I could not see
Close enough to count the strings but appeared double stringed like a mandola. The oddest feature was a wheel on its side, attached to the end of the belly of the instrument and instead of picking or strumming the strings they twirled the wheel and it produced the sound but, like peddles on a piano you could soften or
sustain the sound with the manipulation of the turning wheel. Do you know what this is called? I would like to get and
Learn this one. Beautiful and haunting.
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